FRIEDRICHSKIRCHE BABELSBERG

Ein Klang, der Generationen bewegt hat – und weiter bewegen soll

Helfen Sie mit, unsere historische Gesell-Schuke-Orgel zu restaurieren.

Seit über 70 Jahren ist die Orgel in der Friedrichskirche Babelsberg nicht grundlegend instandgesetzt worden. Viele Pfeifen sind
beschädigt, Register nicht mehr spielbar. Und doch begleitet sie uns bis heute durch Gottesdienste, Konzerte und Gemeindeereignisse.

Nun braucht dieses besondere Instrument dringend Ihre Unterstützung – damit ihr Klang auch zukünftige Generationen erreicht.

Die Orgelbaufirma Schuke aus Werder wird den Neubau übernehmen.

Neuigkeiten zur Restaurierung der Orgel in Babelsberg

Spendenaktion vor der Friedrichskirche Potsdam

Anlässlich des Böhmischen Weihnachtsmarktes 2025 wurde die Friedrichskirche einmal mehr zu einem Ort der Begegnung. Menschen zog es rund um die Kirche zusammen – oder besser gesagt: an den Glühweinstand vor der Friedrichskirche...

Wir trauern. Nachruf auf den Potsdamer Orgelbauer Matthias Schuke

Der Potsdamer Orgelbaumeister Matthias Schuke prägte über Jahrzehnte die deutsche und internationale Orgelbaukunst. Dieser Nachruf würdigt sein Lebenswerk, seine Verdienste und seine besondere Verbindung zur Orgel in Babelsberg.

Einladung zur Weihnachtskantate am 2. Advent 2025

Herzlich Einladung zur ⭐️ Weihnachtskantate am 2. Advent in der Friedrichskirche am Weberplatz in potsdam babelsberg

Ein Instrument
mit Geschichte

Die Orgel der Friedrichskirche Babelsberg – gebaut im Geist des Barock, geprägt von Kaisern, verwahrt über Generationen.

Vom Holländischen Viertel bis zur Chortribüne – diese Orgel kennt Babelsbergs Geschichte.

18. JAHRHUNDERT
1751 – 1753 Die Friedrichskirche wurde nach Plänen des holländischen Baumeisters Jan Boumann errichtet, nachdem er das Holländische Viertel erbaut hatte.

19. JAHRHUNDERT
1803 – Einweihung einer ersten vollwertigen Kirchenorgel mit zehn Registern und einem Manual
1850 – Erwerb einer völlig neuen Kirchenorgel mit klassizistischem Giebelprospekt, Erbauer: Carl Ludwig Gesell/Carl Schultze. Zur gleichen Zeit wurde in unserem Babelsberger Park das Schloss vollendet, in welches der spätere Kaiser Wilhelm I einzog.

20. JAHRHUNDERT
1913 – Unsere Orgel erhielt durch den Gesell-Schüler Alexander Schuke eine pneumatische Traktur und der Prospekt wurde durch seitliche Anbauten mit Gitterwerk erweitert.

1917 – Die Zinnpfeifen der Orgel wurden für Kriegszwecke be- schlagnahmt. Erst 1925 bekam die Orgel Ersatz durch Zinkpfeifen.
1927/1928 – Bei der großen Instandsetzung der Friedrichskirche wurde die Orgel zurückversetzt. Der dadurch gewonnene Platz wird seitdem von den Chören genutzt.
1953 – Umbau der Orgel durch die Brüder Karl und Hans-Joachim Schuke. Materialknappheit und Geldmangel führten zum Einbau minderwertigen Pfeifenmaterials, mit dem die Orgel bis heute ausgestattet ist.

21. JAHRHUNDERT
Die Kosten für Reparaturen der Orgel steigen immer weiter. Pfeifen sind beschädigt, ganze Register können nicht mehr gespielt werden. Die Kirchengemeinde sammelt seit 2011 Geld für die dringend erforderliche Restaurierung. Das historsiche Peifenmaterial und den klassizistischen denkmalgeschützten Prospekt wollen wir dabei unbedingt erhalten.

Ihre Spende bewahrt 270 Jahre Klanggeschichte.

Gemeinsam für die Zukunft: Jede Spende hilft, dieses wertvolle Instrument für kommende Generationen zu erhalten. 

Über 70 Jahre sind seit der letzten Instandsetzung unserer Orgel vergangen. Die Orgel ist ein wichtiger Teil unserer musikalischen Tradition und Gottesdienstkultur. Nun ist es an der Zeit mit der dringend nötigen Restaurierung ihre ganze Klangfülle und Schönheit wieder zum Klingen zur bringen. 

Viele Menschen haben in den letzten 10 Jahren schon für die Restaurierung von Orgel, Pfeifen, klassizistischen Giebelprospekt und Orgelgehäuse gespendet. Ein stolzer Betrag von fast 130.000 € ist schon zusammengekommen. In den letzten Monaten haben wir auch weitere Spenden aquiriert und Fördergelder beantragt. 

Schenken Sie Musik und hinterlassen Sie Spuren ...

Wir brauchen über 650.000 € für die Restaurierung, so dass wir Mitte 2025 den Auftrag zur Restaurierung erteilen können, benötigen wir Ihre wertvolle Unterstützung. Spenden Sie für die Restaurierung der Gesell-Schuke-Orgel oder werden Sie Orgelpate!

von 650.000 € Spendenziel erreicht!

0 .000 €
Spenden erreicht: 76%

Spendenkonto Ev. Kirchengemeinde Babelsberg
Ev. KKV Potsdam-Brandenburg
IBAN: DE 1252 0604 1000 03909 859
Verwendungszweck:
Gemeindenummer 2003, 0110.01. Orgel

Spenden Sie gezielt für eine der über 1500 Orgelpfeifen und Ihr Name erscheint im Spendenverzeichnis, das im Orgel-Innenraum und im Archiv der Kirchengemeinde hinterlegt wird. Bei den neu gebauten Pfeifen besteht sogar die Möglichkeit, Ihren Namen einzugravieren!
Eine Patenschaft kann man ab 50 € übernehmen.
Achtung: bei der Überweisung bitte eindeutigen Spenden-Verwendungszweck angeben! Vielen Dank.

Ein einzigartiges Geschenk für Familie und Freunde

Für Fragen oder Spendenquittung:
Sonja Ehmendörfer (Kantorin) · Kontakt: Tel. 0331 – 626 07 19 | s.ehmendoerfer(at)evkirchepotsdam.de
Beate Hohmann (Verwaltung) · Kontakt: Tel. 0331 – 708 86 2 | babelsberg(at)evkirchepotsdam.de

Mitwirkende unseres Orgel-Kreises

Aldriane Franke-Thiemann

Sonja Ehmendörfer

Maren Koczot

Andreas Kitschke

Carsten Diekmann

Margarete König

Sonja Ehmendoerfer

Als Kirchenmusikerin der Evangelischen Kirchengemeinde Babelsberg ist mir besonders wichtig, dass wir im Gottesdienst und Konzert auch in Zukunft weiter Orgelklänge haben werden. Schon mehr als 10 Jahre arbeiten wir im Orgelkreis mit Erfolg daran. ... Die Orgel ist die Königin der Instrumente mit so vielen unterschiedlichen Klangfarben und Lautstärken, eine Perle unserer Kultur, die es zu erhalten gilt, so ist die Orgel in unserer Friedrichskirche seit mehr als 70 Jahre nicht mehr erneuert worden, sie ist inzwischen dringend sanierungsbedürftig und ich freue mich besonders, dass der Sanierungsauftrag an Orgelbaufirma Schuke inzwischen vergeben werden konnte und die Baumaßnahmen beginnen. Wir blicken in Vorfreude auf Advent/Weihnachten 2027, wo voraussichtlich die erneuerte Orgel wieder erklingen wird, Soli deo gloria – zur Ehre Gottes und zur Freude der Organisten. Weitere Spenden für Malerarbeiten, Elektroarbeiten und die Sanierung des historischen Prospektes sind weiter herzlich willkommen. Ihre Kantorin Sonja Ehmendörfer
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Aldriane Franke-Thiemann

Mehr als zehn Jahre haben sich Aktive (insbesondere Herr Steinbach, Herr Grzimek und Herr Schwarz) aus unserer Gemeinde für die Restaurierung unserer Gesell-Schuke-Orgel eingesetzt und sammelten über 100.000 € Spenden ein. ... Mit der Corona-Pandemie und zweier Verluste kam das Orgel-Projekt quasi zum Erliegen. Für mich war das ein Umstand, der so nicht bestehen bleiben konnte. Ich habe schon viele Gottesdienste in unserer Friedrichskirche feiern können und bin jedes Mal berührt, wenn beim Vor- oder Nachspiel die Töne unserer Orgel erklingen. Kraftvoll, sanft, freudig, traurig oder aufbauend verstärkt das Orgelspiel unsere Empfindungen. Ob beim Einzug oder Auszug aus der Kirche ist die Orgel für mich zu einem aufbauenden Erlebnis geworden. Aus diesem Grund habe ich mich mit anderen Aktiven auf den Weg gemacht, unsere „Alte Dame“ zu restaurieren und sie wieder in ihrem ganzen Glanz erscheinen und erklingen zu lassen.
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Carsten Diekmann

Es gibt nichts Gutes – außer man tut es. Ganz im Sinne dieses Wortes von Erich Kästner hat sich in der Evangelischen Kirchengemeinde Babelsberg ein Kreis von Menschen zusammengefunden, um die so dringend nötige Sanierung der Orgel in der Friedrichskirche voranzubringen. Ich bin glücklich, ein Teil dieses Kreises zu sein. ... Mein Name ist Carsten Diekmann. Gemeinsam mit meiner Ehefrau Jana, gebürtige Potsdamerin, lebe ich seit 2019 im so genannten Musikerviertel. Das Musikerviertel liegt an sich im Stadtteil Stern, hat aber historisch engen Bezug zu Babelsberg. So fühle ich mich als Babelsberger und damit bin ich es auch. Friedrichskirche und Weberplatz sind ein ganz wichtiger Teil von Babelsberg. Für mich sind Weberplatz und Friedrichskirche das Herzstück Babelsbergs, ein Ort, an dem sich alle Babelsberger zusammenfinden, sei es zum Wochenmarkt, zum Böhmischen Weihnachtsmarkt oder eben auch und immer wieder zum Gang in die Friedrichskirche. Die Friedrichskirche besitzt eine Orgel, was soweit nichts Besonderes ist. Die Orgel in der Friedrichskirche ist aber deshalb schon besonders, weil sie Teil dieses Babelsberger Herzstücks ist. Und dieses Herzstück braucht aktuell sehr viel Unterstützung. Es geht um ihre grundlegende Sanierung. Deshalb habe ich mich dem Orgelkreis angeschlossen, als zu dessen (Neu)Gründung im Gemeindeblatt ein Hinweis erschien. Eine Kirchenorgel ist ein Wunderwerk. Groß und mächtig zeigt sie sich, doch wenn die Orgel erklingt, kann sie den kleinsten Winkel im Menschen erreichen. Dies erleben zu dürfen, macht mich immer wieder dankbar und wenn es etwas gibt, dass ich dafür zurückgeben kann, dann ist es Zeit und Engagement dafür, dass die Kirchenorgel wieder in jener Schönheit erklingt, die ihr einstmals zugedacht war. Die Kirche ist ein Ort es Willkommens. Ganz besonders, so empfinde ich es, ist das am Weberplatz so, wo die Friedrichskirche inmitten vieler alter Bäume zum Verweilen einlädt. Hierfür nun einen Beitrag zu leisten, ist Aufgabe des Orgelkreises und zugleich die große Freude, die mir die Arbeit im Orgelkreis macht.
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Margarete König

Margarete König verstärkt seit fast zwei Jahren den aktivierten Orgelkreis. Sie ist seit 2021 wieder in unserer Gemeinde zurück. Als selbstständig Tätige interessiert sich sehr dafür, möglichst alte Dinge lange zu erhalten. Aus diesem Grund engagiert sie sich im Orgelkreis und hat ne Menge Freude dabei.

Andreas Kitschke

Die Babelsberger Friedrichskirche ist meine Heimatkirche. Als Junge besuchte ich die damals noch von den Pfarrern gehaltenen Kindergottesdienste. Getauft wurde ich zwar zu Hause, weil mein Vater befürchten musste, als Lehrer entlassen zu werden, zumal er sich erfolgreich weiterte, in die SED einzutreten ... Doch in der Friedrichskirche wurde ich 1970 von Pfarrer Eginhart Schmiechen (1927-2015) konfirmiert und sieben Jahre später mit meiner Frau von ihm getraut. Seitdem ist viel Zeit vergangen, und meine vier Kinder sind längst erwachsen und aus dem Haus. Gern erinnere ich mich an meine ersten Orgel-Erlebnisse meiner Kindheit, die mit der Orgel der Fried-richskirche eng verbunden sind. Denn jedes Jahr besuchte ich mit meinen Eltern und dem eine der Christvespern am Heiligen Abend, und wir gingen dann immer auf die zweite Empore. Darauf freute ich mich besonders, denn dort konnte ich von oben das Innere der Orgel schauen und den damaligen Kantor Christlieb Albrecht (1912-1997) dabei beobachten, wie er mit Händen und Füßen geschwind die Tasten drückte, ab und zu Registerknöpfe betätigte und mit dem Fuß einen Tritt bewegte, wobei die Klappen des in der Orgel befindlichen Kastens, in dem ein Teil der Pfeifen steht, öffnete und lang-sam schloss, wobei der Klang an- und abschwoll. In meiner Konfirmandenzeit habe ich fast täglich abends um 18 Uhr die mittlere Glocke zum „Feier-abendläuten“ und zum Sonntagsgottesdienst alle drei Glocken mit der Hand zum Klingen gebracht, denn die elektrische Läuteanlage war damals defekt. An vielen Abenden, wenn ich zum Läuten kam, traf ich Kantor Albrecht beim Orgelüben an. Ich habe ihm „Löcher in den Bauch gefragt“ und nach und nach begriffen, wie so ein vielseitiges Instrument funktioniert. Seitdem ließ mich dieses beson-dere Instrument, das ja ein ganzes Orchester in sich birgt, nicht mehr los. Die Orgelkonzerte, die Friedrich Meinel (1931-2024) in den 1970er und 1980er Jahre in der Erlöserkirche veranstaltete, ge-hörten für mich zum festen Kulturprogramm. Sehr viel später habe ich mich als „Seiteneinsteiger“ (denn ich bin Hochbauingenieur) zum Orgel-sachverständigen weitergebildet und bin 2004 von der Landeskirche EKBO als ein solcher berufen worden. Viele Orgelprojekte, darunter Neubauten und Restaurierungen, durfte ich betreuen. Eine ganz besondere Freude ist es aber für mich, nun auch mithelfen zu dürfen, dass die in die Jahre ge-kommene und technisch verschlissene Orgel meiner Heimatkirche wiederhergestellt wird. Das zur 100-Jahrfeier der Friedrichskirche von Carl Ludwig Gesell (1809-1867) und seinem Compagnon Carl Friedrich Schultze (1814-1878) erbaute Instrument ist mehrmals umgebaut und mit Pfeifen verschie-dener Herkunft versehen worden, so dass es seit Jahren außer den technischen auch klangliche Mängel gibt, die es zu korrigieren gilt. Dieses Vorhaben ist mir ein Herzensanliegen, und ich freue nicht, mithelfen zu dürfen, dass bald der Konzertbesuch und die Orgelklänge im Gottesdienst wieder zum Genuss werden! Andreas Kitschke
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